In vielen Moscheen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird die Hutba auf Bosnisch, Türkisch, Arabisch oder Albanisch gehalten. Für die Generation, die hier aufgewachsen ist, ist das oft eine Hürde: Man versteht vieles, aber nicht alles. Gerade bei den wichtigen Gedanken einer Predigt geht so etwas verloren.
Warum die Sprache der Hutba zur Herausforderung wird
Kinder und Jugendliche sprechen die Sprache ihrer Eltern oft im Alltag, lesen und denken aber auf Deutsch. Dazu kommen Konvertiten, Ehepartner aus anderen Ländern und Gäste, die die Sprache der Gemeinde gar nicht sprechen. Die Hutba ist für alle gedacht – aber nicht alle können ihr folgen.
Bisherige Lösungen und ihre Grenzen
Moscheen haben verschiedene Wege ausprobiert:
- Eine zweite, kürzere Hutba auf Deutsch. Das verlängert das Freitagsgebet und verlangt vom Imam, zwei Predigten vorzubereiten.
- Eine gedruckte Zusammenfassung. Sie muss vorher geschrieben werden, und was der Imam frei ergänzt, fehlt darin.
- Ein Dolmetscher. Selten verfügbar, und jeden Freitag kaum zu organisieren.
Wie eine Live-Übersetzung funktioniert
Mit Hutba spricht der Imam wie gewohnt. Ein Handy oder Laptop am Minbar nimmt die Predigt auf, und die Gemeinde liest sie Satz für Satz auf dem eigenen Handy mit – innerhalb weniger Sekunden übersetzt.
- Der Imam startet die Übertragung mit einem Fingertipp auf „Start“.
- Die Hutba wird in Echtzeit übersetzt, zum Beispiel ins Deutsche, Englische und Niederländische.
- Die Gemeinde scannt einen QR-Code auf dem Plakat am Eingang. Es gibt keine App und keine Anmeldung.
Wer kein Handy nutzen möchte, liest auf einem Bildschirm in der Moschee mit.
Worauf Moscheen achten sollten
- Das Mikrofon ist entscheidend. Je näher das Gerät am Imam ist, desto besser die Erkennung. Ein einfaches Ansteckmikrofon hilft in großen Räumen.
- Klar und in ganzen Sätzen sprechen. Das hilft der Übersetzung genauso wie den Zuhörern.
- Koranverse auf Arabisch werden nicht immer wörtlich wiedergegeben. Viele Imame nennen deshalb kurz die Bedeutung in ihrer eigenen Sprache.
- Eine maschinelle Übersetzung gibt den Sinn der Predigt wieder, ersetzt aber keine sorgfältig geprüfte schriftliche Übersetzung.
Für wen sich das lohnt
Für jede Gemeinde, in der nicht alle die Sprache der Hutba gleich gut verstehen – also für die meisten Moscheen in Europa. Die Jugend bleibt verbunden, neue Mitglieder fühlen sich willkommen, und der Imam erreicht alle mit nur einer Predigt.
Hutba lässt sich in zehn Minuten einrichten und 30 Tage kostenlos testen. Danach kostet es 20 € im Monat für die ganze Gemeinde.